Vor der Schule
Die Kinder erwerben die gesamte Kindergartenzeit über Kompetenzen, die sie auf die Schule und das Leben vorbereiten. Mit dem Montessori Material lernen die Kinder eine Menge im Bereich Mathematik, Schreiben und Lesen. Zur Konzentration und Feinmotorik trägt dieses Material bei, wie auch zum Lernen lernen und Ordnungssysteme erkennen. Der Gedanke „Hilf mir, es selbst zu tun“ unterstützt die Selbstständigkeit und Eigenverantwortung der Kinder. Die Kinder unterstützen die jüngeren Kinder und die Kolleg*innen und werden an Aufgaben im Kitaalltag beteiligt.
Durch digitale Medien, wie die Edurino App und die Apps von der Stiftung Kinder forschen, können die Kinder sich spielerisch in unterschiedlichen Bereichen informieren und gleichzeitig den Umgang mit digitalen Medien üben.
Ein Kernelement in der pädagogischen Praxis im letzten Kindergartenjahr ist die Unterstützung beim Erwerb sozial-emotionaler Kompetenzen. Vor allem die Fähigkeit sich in andere hineinzuversetzen, Kompromisse schließen zu können und anhaltende Freundschaften knüpfen zu können steht in der Entwicklung der Vorschulkinder im Fokus. Das Programm „Lubo aus dem All!“ ist im Rahmen eines Forschungsprojekts der Universität zu Köln (Seminar für Erziehungshilfe und sozial-emotionale Entwicklungsförderung) entwickelt worden und hat die Förderung sozialer und emotionaler Kompetenzen von zukünftigen Schulkindern zum Ziel. Dieses nutzen wir seit 2024 mit den Kindern im letzten Kindergartenjahr.
Zusammenarbeit mit den Familien
Ein bedeutsamer Schritt ist für jedes Kind der Übergang in die Grundschule. Im letzten Kindergartenjahr gewinnen Themen, die mit Schule verbunden sind, an Bedeutung. Auch für die Familie ist das letzte Kindergartenjahr mit Aufregung verbunden und Familien fragen sich, ob ihr Kind ausreichend auf die Schule vorbereitet ist. Durch einen Informationsnachmittag und die Entwicklungsgespräche werden die Familien in dieser Zeit professionell begleitet und beraten. Elterngespräche mit Beller und Beller als Grundlage geben einen gemeinsamen Blick auf die Kinder im letzten Kindergartenjahr. Nach gemeinsamer Einschätzung unterstützen wir die Eltern auch bei Rückstellungsanträgen.
Wir begleiten Kinder ohne, mit, oder von Behinderung bedroht und deren Familien bei den geplanten Übergängen. Die Chance, neue Erfahrungen zu machen und die Freude, sich auf Neues einzulassen erarbeiten wir mit den Kindern bereits Monate vor dem Wechsel. Gespräche und Aktivitäten zum Thema Schule werden im Kindergartenalltag angeregt und zum Teil auch angeleitet. Die Vorstellung der Kinder von der Schule wird thematisiert und in Rollenspielen wieder aufgegriffen (z.B. Schule spielen). Jedes Kind bastelt im Kindergarten eine eigene Schultüte und bei der Schulranzenparty stehen die zukünftigen Schulkinder einen ganzen Tag im Mittelpunkt des Geschehens.
Zusammenarbeit mit den Grundschulen
Für die Kinder, die an der Grundschule angemeldet sind, finden gemeinsame Projekte und unterschiedliche Ausflüge statt. Die Grundschulen im Einzugsgebiet laden die Familien zu Infoabenden, Tagen der Offenen Tür und zum Teil zum Hospitieren ein. Nach den Osterferien in jedem Jahr gibt es je nach Schule Schnupperstunden oder Tage für die zukünftigen Schulkinder. Diese bieten den Kindern einen ersten Einblick in das Schulleben. Wenn möglich gehen wir zu Aktionen der Grundschulen im Umfeld, wie Weihnachtssingen, Feiern oder zu Vorlesetagen und laden ehemaligen Kindergartenkinder ein, aus ihrem Schulalltag zu berichten.