Unsere Projekte

Hier geben wir Einblick in Projekte aus dem Kindergarten Maria Montessori.

Besonders begeistert sind Kinder, wenn die Projektthemen für sie lebensnah, verknüpfbar mit eigenen Erfahrungen und sofort erforschbar sind. Hauptsache, die Kinder können ihre eigenen Interessen, Stärken und Ziele einbringen!

Bei der Planung und Durchführung der Projekte sind seitens der Kinder viel Kommunikation, Kreativität und ein Miteinander gefragt. Die Fragen der Kinder bestimmen den Weg.

Unsere Projekte 2025/2026

Die Ernährungspyramide
Unser Wasser schmeckt nach Limetten und Minze
Bunter Teller mit Obst und Gemüse
Wir sortieren Obst und Gemüse nach Farben
Wieviel Zucker ist in den verschiedenen Getränken?
Unser Getreide
Wir machen uns Müsli
Wie schmeckt selbstgemachter Fruchtjoghurt?
Affe Lulu begleitet das Projekt Bunte Teller

Bunte Teller - Kleine Entdecker essen gesund

Ab dem 3. Lebensjahr beginnt eine prägende Phase, in der Kinder grundlegende Erfahrungen mit Ernährung und Essverhalten sammeln. Dieses Projekt sensibilisiert Kinder spielerisch für gesunde Ernährung, stärkt ihre Wertschätzung für Lebensmittel und fördert alltagsnahe Ernährungskompetenz.
Kinder lernen am besten durch Vorbilder und durch wiederkehrende Erfahrungen im Alltag. Damit Ernährungskompetenz nachhaltig wirkt, wird die Lebenswelt der Kita aktiv einbezogen und die wichtigsten Bezugspersonen der Kinder: Eltern, pädagogische Fachkräfte und das Küchenpersonal.

Im November 2025 starteten wir das einjährige Projekt Bunte Teller mit der Ernährungsberaterin Sheida Farkhad mit finanzieller Unterstützung der Techniker Krankenkasse. Jeden Monat gab es eine neue Einheit für die Kinder, die sich an den Stufen der Ernährungspyramide orientiert und spielerisch Wissen vermittelte und vertiefte. 

In der ersten Einheit ging es um ein erstes Verständnis für gesunde und ausgewogene Ernährung. Die Kinder lernten die Ernährungspyramide kennen und beschäftigten sich mit der untersten Etage, dem Trinken. Empfohlen werden 6 Becher Wasser oder Tee pro Tag. Wie viel sollen wir trinken? Wie riecht, schmeckt und fühlt sich kaltes Wasser an? Wie verändert sich das Wasser, wenn es warm wird? Was passiert, wenn wir Minze und Limette hinzugeben? Wie viel Wasser ist in unserem Körper? Den Antworten auf diese und weitere Fragen gingen die Kinder mit allen Sinnen spielerisch auf den Grund.

In der zweiten Einheit ging es um die Farben auf dem Teller. Wir entdeckten bunte Obst- und Gemüsearten. Es wurde nach Farben sortiert, probiert und gerochen. In der Nährstoffgeschichte lernten die Kinder die Superkräfte im Essen kennen. Fünf Portionen Obst und Gemüse am Tag sollen wir essen. Das erkennen wir auch in der Ernährungspyramide.

In der dritten Einheit ging es um Supertrinken. Verschiedene Saft- und Limonadensorten wurden nach ihrem Zuckergehalt geordnet. Anschließend wurden mit Zuckerwürfeln Türme gebaut, um zu veranschaulichen, wie viel Zucker in einem Becher des jeweiligen Getränks enthalten ist.

In der vierten Einheit ging es um die dritte Stufe unserer Ernährungspyramide, also um Brot, Getreide und Beilagen. Passend dazu wurde Müsli selbst gemacht und zusammen gegessen. Es war ein tolles Gefühl, das eigene Müsli zuzubereiten und anschließend zu kosten. Mit so einem großartigen Frühstück hatte man dann auch Kraft zum Mittanzen.

In der fünften Einheit ging es um versteckten Zucker und gesunde Zähne. Die Kinder erinnerten uns daran, dass eine Portion Süßigkeiten in Ordnung ist. Anhand verschiedener Verpackungen wurde untersucht, welche Lebensmittel beim „Naschpiraten“ landen (also welche Zucker enthalten) und welche Lebensmittel der „Kraftkapitän“ gerne isst (also welche ohne versteckten Zucker sind). 

In der sechsten Einheit ging es um Getreide. Welche Getreidesorten gibt es? Was ist der Unterschied zwischen Weißmehl und Vollkornmehl? Die Kinder konnten es fühlen. Im Vollkornmehl sind viel mehr Nährstoffe enthalten, weshalb es gesünder ist. An der Überraschungsstation wartete eine Box mit verschiedenen Brotsorten auf die Kinder. Croissants, Brötchen und Vollkornbrote fühlten sich ganz unterschiedlich an, rochen und schmeckten verschieden.

In der siebten Einheit ging es um Milchprodukte. Wo kommt die Milch her und was wird daraus alles gemacht? Joghurt, Quark, Käse und Butter werden aus Milch hergestellt. Kühe sind die Hauptlieferanten für unsere Milchprodukte – aber auch Ziegen- und Schafsmilch werden verarbeitet. Für die Kinder ging es an die Probierstation: Naturjoghurt mit frischem Erdbeerpüree schmeckte ganz anders als gekaufter Erdbeerjoghurt. Mit Blaubeer- und Bananenpüree schmeckte der Trinkjoghurt ebenfalls gut. Außerdem gabt es selbstgemachten Mangolassi mit frischer Mango und Joghurt zu probieren.

In der achten Einheit sprachen wir darüber, dass Frühstück in verschiedenen Ländern ganz unterschiedlich aussieht. Die Kinder lernten, dass es viele Möglichkeiten gibt „von herzhaft bis leicht“ und dass jedes Frühstück seinen eigenen Wert hat. Im praktischen Teil wurde es besonders spannend: Die Kinder durften mit kleinen Küchenhelfern selbst aktiv werden. Mit Vollkorntoast, Frischkäse, Käse, Obst und Gemüse gestalteten sie kreative Brotgesichter, die anschließend gemeinsam gegessen wurden. 

In der neunten und zehnten Einheit konnten die Kinder verschiedene Küchengeräte und Utensilien kennenlernen und diese unter Anleitung selbst ausprobieren. Mit Messer, Schäler, Schneider, Ausstechformen, Teigroller und Waage arbeiteten die Kinder motiviert und mit großer Freude. Es wurde gebacken und Salat zubereitet.

In der elften Einheit gab es eine Wiederholung der Ernährungspyramide. Die Kinder ordneten die Lebensmittel zu und wussten gut über die verschiedenen Stufen Bescheid. Jedes Kind gestaltete seinen bunten Teller für unser Abschlussfest im Oktober.

Im Oktober 2026 endet das Projekt - aber die Inhalte wirken durch Kinder, Eltern und Fachkräfte weiter. 

 

Projekt 2022/23 - Projektende noch offen

Der Spielplatz vor der Umgestaltung
Der Abrisstag
Im Sand spielt es sich besser
Jetzt heißt es abwarten, wie unser Plan umgesetzt wird

Zusammen gestalten wir den Spielplatz neben unserem Kindergarten neu

Seit Frühling 2022 sind die Kinder des Fröbel Kindergartens Maria Montessori in Kontakt mit der Stadt Köln und der Kölner Freiwilligen Agentur und planen zusammen die Neugestaltung des Spielplatzes neben dem Kindergarten. 

Im Frühjahr 2022 fand der erste Austausch mit der Stadt Köln und dem zuständigen Pfarrer statt. Der Spielplatz neben dem Kindergarten war lange nicht nutzbar für die 3-6 jährigen Kinder und auch für die Tagesmütter in der Umgebung nicht attraktiv. Mit Kies und einem Klettergerüst für ältere Kinder wollte ihn keiner nutzen und so war er verdreckt und zugemüllt.

Die Erwachsenen fanden es naheliegend, die Kinder des Kindergartens in die Neugestaltung einzubeziehen. Diese teilten nach einer Ortsbegehung folgendes mit:

“Das ist Kies. Das ist nicht gut, weil dann kann das Kies in die Haut gehen. Und dann blutet das! Oder in die Schuhe. Dann piekst das am Fuß! Die Bäume sind schön. Ein Klettergerüst mit Steuerrad und Rutsche bis in die Erde wünsche ich mir.”

Die Kinder bekamen den Auftrag, ihre Ideen aufzumalen und per Mail schickten wir diese an die Stadt Köln, genauer an das Amt für Kinder, Jugend und Familie - Kinderinteressen und Jugendförderung. Dann hieß es erstmal warten...

Im März 2023 ging es dann weiter. Das alte Klettergerüst wurde abgerissen und der Kies wurde, dank aufmerksamer Kinder, nicht nur ausgetauscht sondern durch Sand ersetzt. Ein neues Treffen im März stand an und die Ideen der Kinder wurden gemeinsam besprochen.

Im Mai 2023 kam dann Herr G. von der Stadt mit jemandem von der Kölner Freiwilligen Agentur und hat den Kindern den Entwurfsplan der beauftragten Firmen vorgestellt. Die Kinder konnten die Skizze anmalen. Wo soll überall Farbe hin? Welche Farbe soll das Klettergerüst bekommen? Schade, dass man die Rutsche nicht bunt machen kann. Die Kinder konnten mit je 2 Punkten abstimmen, welche Entwürfe ihnen am besten gefallen. Der Entwurf mit den meisten Punkten ging zurück an die Firma. Alle Beteiligten haben hinten drauf unterschrieben. Die Firma wird nun versuchen, es nun so schön bunt umsetzten und zu bauen.

Und wir sind gespannt, wann es weiter geht, da erst ein angrenzendes Haus abgerissen und neu gebaut werden muss.